„Keine Ahnung – keinen Plan“

Ein Umfeld für Kinder im Pubertätsalter zu schaffen ist eine Herausforderung. Pubertierende durchlaufen  eine körperliche und seelische Entwicklung, die viel Kraft und Energie verbraucht. Sie sind in dieser Zeit rund um die Uhr beschäftigt:

+mit sich selbst,

+Ihrer Stellung im Freundeskreis,

+dem emotionalen Abnabeln von den Eltern,

+der Entdeckung und dem Umgang mit Sexualität,

+der Veränderung ihres Körpers.

Abschied von der Kindheit bedeutet Abschied von alten Gewohnheiten. Kinder trennen sich von Lieblingsspielen, Freunden, Gewohnheiten. Sie wollen Neuland betreten, die Erwachsenenwelt erobern. Jugendliche sind Suchende und befinden sich in einer Art Persönlichkeitsvakuum.

Sichtbar faul und trotzdem schwerst beschäftigt – so erleben wir Erwachsenen diese Zeit.

Einsilbriges Gebrumme, wortloses Türenschlagen, verschlossene Zimmertüren, hinter denen laute Musik hämmert ....

Öffnet nach mehrmaliger Bitte Ihr Kind doch die Tür, erscheint Ihnen ein Bild wie in einer Problemmüllsammelstelle.  – Aber Ihr Liebling ist in der Pubertät – alles ist anders.

In dieser Zeit hat Farbe einen wichtigen Einfluss auf den Organismus. Wie Räume gestaltet oder Kleidung gewählt wird, spielt eine wesentliche Rolle. Es ist wichtig, das Jugendliche schwarz tragen – schwarz hält die Energie fest und grenzt ab. Es tut ihnen in dieser Zeit gut.

Die Räumlichkeiten bzw. das Jugendzimmer wird ganz auf die Vorzugsfarben der Kinder abgestimmt. Wichtig für mich ist es, alleine mit Ihrem Jugendlichen diese Farben zu erarbeiten. Kinder gehen in dieser Zeit  zwanghaft mit ihren Eltern auf Konfrontation – also würden sie genau gegenteilig zu Ihrer Meinung entscheiden.

Es müssen Räume entstehen, wo sich der Pubertierende aufgefangen fühlt. Räume zum Lachen, Träumen, Weinen ....

Ihr Zimmer ist in vielen Situationen das einzige Vertraute das sie haben und hier brauchen sie von uns Erwachsenen die Unterstützung.