KINDGERECHT statt KUNTERBUNT !

Jeder Gestaltungsprozess bedeutet für mich in erster Linie, sich auf die Kinder einzulassen, einzutauchen in ihr Denken und Fühlen und sich mit ihren Wünschen und Bedürfnissen auseinander zu setzen.


In der Entwicklung vom Säuglings- und Kindesalter bis in die Jugend hinaus, durchläuft der Mensch vielfältige Erlebnis- und Lernprozesse. Räumlichkeiten müssen einerseits Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und andererseits Konzentration und Soziales fördern.

 

Die optimale Gestaltung basiert auf einer Symbiose der Planungsbereiche Architektur, Innenarchitektur, Gestaltung, Beleuchtungstechnik und Landschaftsbau. Eine gezielte Abstimmung von Materialien, Licht, Möbeln, Pflanzen, Formen und Farben ist die beste Voraussetzung für einen gelungen Ablauf im Kinderalltag.

Es sind nicht die Vorstellungen und Wünsche der Erwachsenen, sondern die Bedürfnisse und Anforderungen der Kinder, das Maß aller Dinge.

 

 

Farben werden auf unterschiedlichste Weise aufgenommen:

 

 

Augen – Haut – Bekleidung – Ernährung – Sonnenlicht.

 

 

Farben ziehen Aufmerksamkeit auf sich und transportieren Bedeutungen. Farben lösen bei uns Menschen Gefühle und Assoziationen aus und führen zu unbewussten Reaktionen.

 

 

Farben sind das einfachste, aber auch das sensibelste Gestaltungsmittel. Erst wenn wir uns darauf einlassen, können wir gezielt mit den symbolischen und psychologischen Effekten arbeiten.

 

 

Monoton oder reizarm gestaltete Räumlichkeiten, haben ebenso einen negativen Einfluss, wie ein Überangebot an Farbreizen. Da Kinder meist schon unter einer zivilisationsbedingten Reizüberflutung leiden, achten wir besonders auf eine harmonisch stimmige Farbgestaltung. Vollfarben, wie Rot/Grün/Gelb/Blau, verwenden wir im Akzent oder auf kleinen Flächen, da Kinder mit diesen Farben in Konkurrenz treten. Die Wirkung einer kräftigen Farbgebung wird durch Bewegung kompensiert.